Ratgeber · Aufmaß

Küche richtig messen: die 6 wichtigen Maße

Aktualisiert 2026-10-19 · Lesezeit etwa 8 Minuten

Für ein erstes Küchendesign genügen sechs Maße: Wandlänge je Seite, Raumtiefe, Deckenhöhe, Fensterposition, Anschlusspunkte und Türbreite. Mit einer Toleranz von plus/minus zwei Zentimetern können wir Unebenheiten im Entwurf ausgleichen. Vor der Produktion kommt das verbindliche Aufmaß, weil kein Altbau gerade ist.

Die sechs Grundmaße

Messen Sie jede Wand einzeln, nicht nur die Raumlänge, und notieren Sie die Werte an der Wand. Wichtig ist die lichte Länge zwischen den fertigen Wänden, also ohne Putz-Abschätzung. Die Deckenhöhe messen Sie an der niedrigsten Stelle, bei Schrägen zusätzlich die Kniestelle.

  • Wandlänge je Wand, inklusive Nischen und Pfeilern
  • Raumtiefe an beiden Enden (Räume sind selten rechteckig)
  • Deckenhöhe an der niedrigsten Stelle
  • Fenster: Brüstungshöhe, Fensterbreite, Abstand zur Ecke
  • Anschlüsse: Wasser, Abwasser, Steckdosen, Herdanschluss, jeweils mit Abstand zur Ecke
  • Türbreite und Anschlagrichtung, plus Höhe des Türblatts

Vier Zusatzwerte, die den Preis beeinflussen

Heizung, Schrägen, Sockelleisten und Wandvorsprünge entscheiden später über Passstücke. Ein Heizkörper unter dem Fenster verschiebt die Unterschränke, eine Dachschräge verändert die Oberschrankhöhe. Fotografieren Sie jede Wand mit einem Zollstock im Bild, damit die Zuordnung eindeutig bleibt.

  • Heizkörper: Breite, Höhe, Abstand zum Boden
  • Dachschräge: lichte Höhe an drei Punkten und Kniestelle
  • Sockelleisten und Wandvorsprünge in Millimetern
  • Bodenaufbau bei Inseln mit Wasseranschluss

Wo Selbstmesser scheitern

Drei Fehler tauchen fast immer auf: Es wird nur einmal in der Raummitte gemessen, Anschlüsse werden ohne Höhe notiert, und Fenster werden ohne Brüstungshöhe erfasst. Ein weiterer Klassiker ist die Annahme, dass zwei gegenüberliegende Wände parallel sind. Genau deshalb prüfen wir jede Zeichnung, bevor sie in die Produktion geht.

Was wir mit den Maßen machen

Aus Ihren Angaben entsteht ein erster Grundriss mit Modulvorschlag, 3D-Ansicht und Preisrahmen. Sie sehen, welche Wand wie viel hergibt und wo Hochschränke sinnvoll sind. Erst wenn Sie den Entwurf freigeben, wird das Aufmaß verbindlich, danach folgt der Festpreis.

Toleranz und Verantwortung

Wir rechnen mit plus/minus zwei Zentimetern, weil Nischen und Schrägen im Entwurf ausgeglichen werden. Größere Abweichungen brauchen ein neues Aufmaß. Für Fliesen, die beim Bohren brechen, planen wir Befestigungspunkte so, dass sie in Fugen oder unkritischen Zonen liegen.

Häufige Fragen

Reichen Fotos statt Maße?

Nein, Fotos zeigen die Situation, aber nicht die Länge. Beides zusammen ist ideal: Fotos je Wand plus Maßskizze.

Wie genau muss ich messen?

Auf den Zentimeter reicht für den Entwurf. Wir prüfen die Werte und gleichen Toleranzen im Design aus.

Was kostet ein professionelles Aufmaß?

Es ist als Serviceposition ausgewiesen. Vor der Produktion ist es verbindlich, weil danach der Festpreis entsteht.

Muss ich beim Messen etwas demontieren?

Nein. Alte Küchen werden erst nach der Freigabe abgebaut, damit Sie bis zur Lieferung kochen können.

Nächster Schritt: Ihr Festpreis

Grundriss, Fotos oder Skizze genügen. Sie erhalten 3D-Design, technische Zeichnung und Festpreis, Antwort werktags innerhalb von 48 Stunden.

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